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Liebe Gemeinde,

„Vieles ist nicht mehr so, wie früher.“ Das sagen wir, wenn wir auf die Vergangenheit unserer Kirche und Familien zurückschauen. Wenn wir in die Zukunft schauen, stellen wir viele Fragen: Was wird wohl aus unseren Gemeinden werden? Werden unsere Kinder, Enkelkinder und Urenkel noch Kirchengemeinde bilden und Kirchengemeinde erleben können?

Wir befinden uns in einer Zwischen-Zeit, in einer Zeit zwischen „nicht mehr wie damals“ und „noch nicht wissen, was die Zukunft bringt.“ Es ist schwierig in einer solchen Zeit zu leben. Die jetzige Situation fordert uns heraus.

Die zweite Lesung aus der Apostelgeschichte erzählt, wie die Jünger Jesu diese Zwischen-Zeiten erlebt haben. Für die Jünger ist es unmittelbar die Zeit nach der Himmelfahrt Christi. Eine neue Zeit der Kirche beginnt für die Jünger. Trotz der schwierigen Situation kehrten sie vom Ölberg nach Jerusalem zurück. Die Jünger verlassen den Ölberg, den Ort der Himmelfahrt Christi, weil die Engel ihnen gesagt hatten: „Was steht ihr da und schaut ihm nach?“ Die Jünger kehrten nach Jerusalem zurück, weil es Ursprungsort ihrer Gemeinde war. Diese kleine Gruppe der Jünger Jesu suchte die Verbindung zu ihrer Vergangenheit, zu Israel. Die Apostel waren Zeugen Christi nicht nur in Jerusalem, sondern in der ganzen Welt. Der Evangelist Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, zählt die Namen der Apostel auf und zwei davon haben Vorrang: Petrus, auf den die Kirche gebaut wird und Johannes, der Lieblingsjünger Jesu. Damit sind Charisma und Amt unterstrichen. Das Amt soll mit christlicher Liebe ausgeführt werden.

Die Jünger Jesu verbinden die Tradition des Volkes Israels mit ihren Erfahrungen mit Jesus. Die Jünger zeigen uns, wie wir mit der Vergangenheit und der Zukunft umgehen sollen: in respektvollem Umgang mit der Vergangenheit und in gut überlegtem und mutigem Umgang mit dem Neuen.

Heute in unserer Welt brauchen wir Beter, die damit rechnen, dass Gott seine Verheißung noch einmal Wirklichkeit werden lässt. Und wenn wir das tun, wenn wir uns darauf einlassen, um den Heiligen Geist zu beten, dann dürfen wir wissen: Maria betet mit uns. Maria ist sowohl unsere Fürsprecherin als auch Mitbeterin, die mit uns betet um den Heiligen Geist.

Kaplan Pater Samuel Onyang, AJ

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