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Liebe Gemeinde,

ich hoffe, Sie sind mit dem Corona-Virus noch nicht angesteckt. Betroffen sind wir ja alle. Ob es die Angst ist, angesteckt zu werden oder die Einschränkungen, die auf uns zu kommen oder die Suche nach Lösungen, wenn es um die eigene Existenzsicherung geht. Manch einer lebt auch einfach weiter wie immer. Bei manchem kommt dann auch schnell die Frage: Wie kann Gott das zulassen?

Im Evangelium geht es um einen Mann, der von Geburt an blind war. „Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst? Oder haben seine Eltern gesündigt, so dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.“ (Joh 9,2-3)

Das Wirken Gottes kann durch uns offenbar werden: Wie verantwortlich gehen wir im Blick auf die Ausbreitung des Virus mit unserer Hygiene um? Wie helfen wir den älteren Menschen, die am stärksten bedroht sind? Kann ich vielleicht Eltern helfen, die neben ihrem Beruf ihre Kinder betreuen müssen. Aber auch: bete ich für alle Betroffenen, obwohl es keine öffentlichen Gottesdienste mehr gibt? Die Kirchen sind immer noch tagsüber offen.

Um 19.30 Uhr werden die Glocken geläutet, um zum gemeinsamen Gebet einzuladen. Z.B.:

„Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir,
o heilige Gottesgebärerin,
verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren.
O du glorreiche und gebenedeite Jungfrau,
unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne.“

Gott hat uns mit dem Virus nicht bestraft, sonst wären ja die Gerechten mit den Ungerechten bestraft. Und er hat uns auch nicht vergessen. Er hat uns versprochen: „Ich bin der „Ich bin da“. Er ist der „Gott mit uns“ (Immanuel) wie wir es an Verkündigung des Herrn feiern, der „Gott rettet“ (Jesus). Das bedeutet ja nicht, dass immer alles so geschehen muss, wie wir es uns vorstellen. Wir wollen alle lieber Friede und Gesundheit. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Er da ist, mit uns ist, uns retten will.

Pfarrvikar Wolfgang Biedaßek

PS: Es gibt sogar eine Heilige Corona, Märtyrin im 2. Jh., Patronin gegen Seuchen.

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