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Wort der Woche

Seit einigen Wochen hören wir Schriftworte mit Bezug auf die Weinproduktion. Tatsächlich gehört der Wein im mediterranen Kulturkreis fest zu den Essgewohnheiten. Schon das Alte Testament bezeichnet als sein Ziel „das Herz des Menschen zu erfreuen“ (Ps 104,15). Aber wie wir sehen, ist sein Herstellungsprozess mit viel Mühe und manchmal auch Misslingen verbunden, wenn die Früchte nicht geliefert werden.

Gott möchte uns doch die wahre Freude schenken. Nicht außerhalb, sondern innerhalb unserer Leiden und Krankheiten. Sogar angesichts des Todes, der uns alle betrifft. Gott gibt den Menschen nie auf, auch wenn er sich selbst aufgegeben hat. In diesem Sinne kommt uns die Glaubenskongregation zu Hilfe, und zwar mit einem neuen Brief: Samaritanus bonus. Es ist ein Zeugnis des Respekts gegenüber jedem menschlichen Leben, auch dem schwächsten, dessen „Qualität“ oft als „niedrig“ eingestuft wird, das aber seine unveräußerliche, von Gott gegebene Würde beibehält: Ein solcher Respekt meint „die Förderung des menschlichen Lebens bis zum natürlichen Todeseintritt“ und dafür sollte man fähig sein, „in der eigenen Existenz und der der anderen ein einzigartiges […] Wunder zu erfassen, das als Geschenk empfangen […] wird“.

Der Brief erinnert uns auch: Immer gibt es Hoffnung, weil im tiefsten Abgrund begegne ich dem Heiland, der dort schon vor mir gewesen ist. Sein Kreuzestod stellt eine Ermutigung für Personen dar, die sich um ihre unheilbar Kranken kümmern und die oft versucht sind, aufzugeben: Ihnen, die wie Maria unter dem Kreuz der Leidtragenden „stehen“, „bietet die Szene des Kreuzes ein […] Element für das Verständnis, dass noch viel zu tun ist, selbst wenn es so aussieht, als gäbe es nichts mehr zu tun, weil das ,Stehen‘ eines der Zeichen der Liebe und der Hoffnung ist“. Und wenn Hoffnung auf dem festen Grund steht, dass Christus den Tod besiegt hat, dann müssen wir uns nicht fürchten, in die Welt der unheilbar Kranken einzusteigen und die Worte anzunehmen: „Alle sind aufgerufen, an der Seite der Kranken Zeugnis abzulegen und eine ,heilende Gemeinschaft‘ zu werden, damit der Wunsch Jesu, dass alle eins seien, beginnend mit den Schwächsten und Verletzlichsten, konkret umgesetzt wird“.

Ihr
Pfarrvikar Alejandro Granado Aguilar

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